Schule und Wirtschaft: Schwertstraßen-Schüler Gewinner beim Bergischen Bildungspreis 2010

Die Schüler des GSS überzeugen durch ihre Originalität und sind in allen Siegerteams vertreten

Schon mal etwas von der "Rik-Scheiba gehört? Hinter diesem Begriff verbirgt sich die kreative Idee, die das Siegerteam des diesjährigen Bergischen Bildungspreises entwickelt und im Rahmen einer professionellen Präsentation vorgestellt haben: Es handelt sich dabei um eine Kombination aus klassischer Rikscha und Segway, die mit einem Joystick gesteuert und durch Gewichtsverlagerung angetrieben werden kann – speziell für die besonderen Anforderungen des indischen Marktes entwickelt. Die innovativen Lösungen, mit denen Schüler des Gymnasiums Schwertstraße ihre Projektaufgabe angegangen sind, haben beim diesjährigen Bergischen Bildungspreis wieder vollends überzeugt. Der Lohn: Mit Alexander Rübner, Janos Fromm und Julia Bullerschen waren "Schwertsträßler" in allen Siegerteams vertreten.

Die SiegerDie Sieger des Gymnasiums Schwertstraße: Julia Bullerschen, Alexander Rübner und Janos Fromm

Bereits zum sechsten Mal fand in diesem Jahr der Bergische Bildungspreis statt, der am Gymnasium Schwertstraße einen besonders hohen Stellenwert genießt. Er wird ausgerichtet von Automobilzulieferern des Bergischen Städtedreiecks, die sich zum Unternehmens-Stammtisch Automotive zusammen­geschlossen haben.

TeamworkVolle Konzentration vor Beginn der Präsentation

Ziel des Bildungspreises ist es, den Schülern im Rahmen eines "Projekttages" einen Einblick in unternehmerische Praxis zu vermitteln sowie schulisches Vorwissen und betriebliche Anforderungen miteinander zu konfrontieren. Die Schüler können sich dabei in der Auseinandersetzung mit einer anspruchsvollen Projektaufgabe in einem für sie ungewohnten Umfeld erproben, ihr persönliches Stärkenprofil überprüfen und schärfen. Die Unternehmen hingegen fördern engagierten Nachwuchs des Bergischen Städtedreiecks und können u. U. zukünftige Leistungsträger entdecken.

RikscheibaOriginell und innovativ: Mit der Idee einer "Rik-Scheiba" überzeugte das Siegerteam die Jury

Durch die engagierte Unterstützung der beteiligten Unternehmen, den Wettbewerbscharakter sowie die großzügigen Sachpreise war die Motivation der Schüler auch in diesem Jahr sehr hoch: "Der bergische Bildungspreis war eine unglaublich spannende und lohnenswerte Erfahrung. Obwohl meine Interessen eher weniger in der Automobilbranche liegen, war allein schon die Fahrt nach Wolfsburg zur Internationalen Zuliefererbörse und der Autostadt ein ganz besonderes Erlebnis. Auch die Präsentation der teilnehmenden Automotive-Unternehmen war aufgrund von engagierten Mitschülern und spitzenmäßiger Betreuung der Unternehmensleitung ein voller Erfolg. Ich bin wirklich unbeschreiblich froh, dass ich an dem diesjährigen Bildungspreis teilnehmen konnte und nun ein interessantes Praktikum in Aussicht habe", so Sina Speck. Die für alle Teams gleiche Aufgabe war es, ein auf die jeweilige "eigene" Firma zugeschnittenes neues Produkt zu entwickeln, mit dem man sich einen ausländischen Markt erschließen können soll. Bei der Bearbeitung waren Spontaneität, Teamgeist und Kreativität genauso gefordert wie Zielorientierung und Pragmatismus.

Präsentation Während der Präsentationen wurden zahlreiche ungewöhnliche Gestaltungsideen umgesetzt.

Denn es stand nur ein Tag zur Verfügung, bereits am Folgetag musste das Ergebnis vor einer Fachjury und annähernd 200 Zuschauern auf der Bühne des Forums Produktdesigns in Solingen präsentiert werden. Trotz der bei vielen Schülern erkennbaren Anspannung war die Souveränität, mit der die Gruppen schließlich ihre Produktideen vorstellten, insgesamt beeindruckend. Und diese positive Erfahrung lässt, wie auch Oberbürgermeister Norbert Feith in seiner Ansprache zur Preisverleihung betonte, alle Teilnehmer zu Gewinnern der Veranstaltung werden!

 

Der Bergische Bildungspreis aus Teilnehmersicht:

Julia Bullerschen:

OB N. FeithOB Norbert Feith eröffnet die Preisverleihung

Ich kann nur jedem, der die Chance bekommt am Bergischen Bildungspreis teilzunehmen, empfehlen, diese auch zu nutzen! Es war wirklich eine tolle Erfahrung und gleichzeitig auch eine Herausforderung, vor mehr als hundert Leuten auf einer Bühne zu stehen und einen Vortrag über ein Produkt zu halten, über dessen verschiedenste Einsatzmöglichkeiten ich vorher noch nie nachgedacht habe. Nachdem die Anfangsnervosität erst einmal überwunden ist, ist es ein super Gefühl, diese Aufgabe bewältigt zu haben.

Mareike Müller:

Ich persönlich fand es sehr interessant, einen Einblick in die Automotive-Industrie zu erhalten (von der ich, um ehrlich zu sein, vorher noch gar nichts wusste) und fand es eine gute Erfahrung, vor so vielen Menschen zu sprechen. Ich denke, dass man dadurch innerlich etwas gewachsen ist, und somit in Zukunft vielleicht um einiges selbstbewusster an solche Sachen rangeht. Bevor man präsentiert, ist man zwar total nervös, aber danach dann umso stolzer, wenn man alles geschafft hat ;-)

Alexander Rübner:

"Was mich persönlich beeindruckt hat, war, dass es bei der Präsentation letztendlich kaum auf Fachkenntnisse aus der jeweiligen Branche ankam, sondern viel mehr auf die "soft skills": Teamwork, Kreativität - aber auch Humor. Für mich hätte sich die Teilnahme allerdings schon wegen des Besuchs der VW Autostadt gelohnt – vor allem aufgrund des dort ausgestellten Bugatti Veyrons."

Artikel: Herr Schütte

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Die Siegerteams Janos Fromm Jaqueline Betz und Esra Ödemis Julia Bullerschen Melina Pick Sina Speck
Jonas Isenburg Alexander Rübner Anna Sophia Schwalen Jannick Gelbhaar Jaqueline Betz Lena Mergard Marie Stute Mareike Müller