GSS im Wandel der Zeit

Von Philipp (6b)

Alles muss einen kleinen Anfang haben, um sich dann immer weiter ent­wickeln zu können. So war es auch mit dem Gymnasium Schwertstraße. In den letzten 168 Jahren seit Gründung der Schule hat sich einiges getan. Damals, 1861, fasste die Schule gerade einmal 23 Schüler. Unter dem Gründungsdirektor Jakob Martin Philippi wurde zunächst im Rathaus, später auch im katholischen Pfarrhaus an der Brunnenstraße und in der Vollmanschen Lateinschule, Ecke Klosterwall unterrichtet.

Besonders im ersten Jahrhundert nach der Gründung machte die Schule viele Veränderungen durch.  Die Schulformen wechselten häufig. Zum ersten Mal wurde die Schule 1872 von der einfachen Bürgerschule zum Realprogymnasium, was so viel heißt wie Realschule vor dem Gymnasium, mit Vorschule. Unter anderem wurde die Schule 1901 das erste Mal zum Gymnasium, allerdings zusammen mit einer Realschule und gemeinsamer Unterstufe mit dieser. 1945 nach der Wiedereröffnung des Schulbetriebs nach dem Krieg wurde die Schulzeit auf 9 Jahre verlängert und die Schule bekam ihren jetzigen Namen „Gymnasium Schwertstraße“. Außerdem wechselten die Fremdsprachen. Abhängig von der Schulform wurde Latein, Französisch oder Englisch als erste Fremdsprache unterrichte.

Die Tradition des Schüleraustausches unserer Schule mit englischen Schulen in Chatham und Kent dauert schon seit 1930 an. Damals organisierten George Mac Willie, damals Deutschlehrer an der Junior Technical School und Alfred Stienen, langjähriger Studienrat an der Schwertstraße den nachweißlich ältesten Schüleraustausch mit achtundzwanzig Jungen einer deutschen und einer englischen Schule. Nach kriegsbedingtem Abbruch des Kontaktes wurde der Austausch 1952 wieder aufgenommen und besteht bis heute. 1934 erfolgte auch der erste Schüleraustausch mit Frankreich. Auch er wurde nach einer Pause 1963 wieder aufgenommen und dauert ebenfalls bis heute an.

Zu Beginn war die Schwertstraße eine reine Jungenschule. Doch es konnte auch gelegentlich vorkommen, dass  Mädchen die Schwertstraße besuchten, die einen Beruf erlernen wollten, der eigentlich für Männer gedacht war. 1972 wurde die Schwertstraße dann eine Schule für Jungen und Mädchen.

Das Gymnasium genießt einen guten Ruf in Solingen. Das hat es wahrscheinlich auch dem ehemaligen  Bundespräsidenten Walter Scheel zu verdanken, der hier 1939 sein Abitur machte. Aber es waren noch viele andere prominente Personen auf der Schwertstraße. Eine der bekanntesten von ihnen ist  wohl die Schauspielerin Veronica Ferres.

Es ist viel passiert mit dem Gymnasium Schwertstraße in den letzten Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten. Und man kann sich sicher sein, dass noch viel passieren wird.