Chatham – Austauschjahr 2008

Golfen

Diese Maßnahme 2008 wird eingehen in die Geschichte des Chatham – Austausches, als interessanteste Rückreise der besonderen Art. Chatham im Jahr 2008 war von Sonnenschein und einer anhaltenden Schönwetterperiode geprägt. 18 Schüler ergriffen die Gelegenheit und genossen die sehr unterschiedlichen 10 Tage in England.

Besondere kulturelle Highlights der englischen Nation konnten dieses Jahr erlebt werden. So wurden wir direkt am Anfang unserer Reise in das äußerst diffizile Golfspiel eingeführt. Nach einem intensiven Crashkurs in die Regeln und „Verhaltensregeln“ des Golfspielens eingeweiht, durften wir auf einen „pitch ’n’ putt course“ und konnten dort, bewaffnet mit zwei Schlägern, unser Geschick demonstrieren. Neben Erfolgserlebnissen und gelungenen Schlagmanövern fand auch der ein oder andere Gewaltmarsch in die Büsche statt, um eigensinnige Golfbälle wiederzufinden.

Ein weiteres Highlight der diesjährigen Reise war ein Besuch von Leeds Castle, welches im Herzen der englischen Grafschaft Kent liegt. Heute kann dort die Geschichte Englands lebhaft erfahren werden. Das Wasserschloss fand schon im Reichsgrundbuch Wilhelms des Eroberers Erwähnung und diente über die Jahrhunderte hinweg als normannische Festung sechs englischen mittelalterlichen Königinnen und dem mächtigen Heinrich VIII als Wohnsitz.

Zum Erleben der englischen Kultur gehört natürlich auch ein Besuch im „Pub“. Seit dem Gründungsjahr 1698 braut diese Brauerei lokale und internationale Biere und exportiert diese in alle Welt. Shepherd Neame steht dabei für Tradition und moderne Technologie, die wir uns während der Brauereiführung erklären ließen und anschauen sowie anfassen durften.

Des weiteren waren wieder mehrere Fahrten nach London im Programm. 1965 beendete das heutige Museumsschiff HMS Belfast die aktive Dienstzeit und gehört seit dem Umbau zum Museumsschiff 1971 dem Imperial War Museum an. Eine geführte Tour gab uns die Möglichkeit, einen Einblick in das Alltagsleben der Besatzungsmitglieder auf einem britischen Kriegsschiff zu bekommen.

Freundschaft

Während unserer Zeit in England gab es wieder zahlreiche Gelegenheiten, neue Freundschaften zwischen den neuen Austauschpartnern zu schließen und alte zu pflegen. Nach 10 Tagen ging es dann mit dem Zug über die Victoria Station in London zurück zum Flughafen Gatwick. Nach dem Einchecken warteten wir in der Abfertigungshalle auf die Zuweisung unseres Gates. Plötzlich schreckte uns folgender Hinweis auf: Easy Jet Flug ausgefallen!!!

Nach zahlreichen Anrufen und Gesprächen mit dem Flughafenpersonal erfuhren wir, dass in ganz England das Radarsystem ausgefallen war und wir nicht zurückfliegen konnten. Mit vereinten Kräften buchten wir eine Bahnfahrt nach Dover Priory, durchschritten im Eilmarsch die Stadt und gelangten um 00.30 Uhr zum Fährterminal, um dort herauszufinden, dass Passagierfähren nachts nicht mehr nach Frankreich fahren.

Transfer

Mit Glück und Geschick konnten wir die Leute von P&O dazu überreden, uns mit einem Transferbus auf die Fähre zu fahren. Nachdem dies gelang und unser Gepäck irgendwo im Bauch der Fähre geparkt wurde, fuhr der Transferbus rückwärts aus der Fähre wieder hinaus. Müde schmissen wir uns in die Sessel und schliefen während der Fährüberfahrt auf dem ärmelkanal. In Calais angekommen, eskortierte uns der Sicherheitsdienst des Hafenbetreibers zum Passagierterminal, wo uns unsere Eltern in Empfang nahmen. Hier sei noch einmal allen Beteiligten für ihr Engagement und für ihre Hilfe gedankt. Eine erlebnisreiche Reise endete mit dem zeitgleichen Einnicken aller Beteiligten in unterschiedlichen Autos auf französischer Autobahn Richtung Solingen.

 

Artikel: M. Hillerich