Das Projekt Wasser - Der Wasserkreislauf
Und jedes Jahr im Januar geht es in den Klassen der Jahrgangsstufe 7 wieder rund mit dem Wasser!
Schweredruck des Wassers in Physik
Es verschwindet aus Boden, Seen, Flüssen und Meer durch Verdunstung, bildet Wolken, diese regnen sich ab und das Wasser versichert im Boden, wird durch die Pflanzen aufgenommen und wieder an die Luft abgegeben.
Alle diese hier verkürzt dargestellten Vorgänge und Phänomene können die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen experimentell verfolgen. Das Besondere am Projekttag ist, dass dies einmal aus der Sicht der Physik und aus der Sicht der Chemie und aus der Sicht der Biologie durch eine Vielzahl von Versuchen geschieht.
Biologen beim Mikroskopieren
Den Schülerinnen und Schülern stehen zum einen eine große Auswahl an bereits vorbereiteten Versuchen und Materialien zur Verfügung, Sie können aber auch im Rahmen des Themas ihrer Phantasie und naturwissenschaftlichen Neugierde freien Lauf lassen. So scheppert und dampft und tropfte es an jedem Experimentaltisch ein bisschen anders.
Hier einige Beispiele des geschäftigen Treibens:
- Eine Gruppe testete in diesem Jahr die Menge an Wasser, die von verschiedenen Bodenarten und verschiedenen Moosen gespeichert werden kann.
- Auch ein Feuchtigkeitsmesser für Luft- und Bodenfeuchtigkeit wurde gebaut.
- Pflanzen wurden in Plastiktüten verpackt, um das durch die Pflanze abgegebene Wasser aufzufangen und als solches nachzuweisen.
- Bodenproben wurden mit Salzsäure auf den Kalkgehalt hin untersucht.
- Anhand von Büraklammern wurde untersucht, warum der Wasserläufer auf der Wasseroberfläche laufen kann und noch vieles, vieles mehr.
Chemische Analyse
Am Ende wird jede Gruppe die Erkenntnisse dieses besonderen Experimentaltages allen anderen Mitschülern ihrer Klasse vorstellen. Auch in diesem Jahr habe ich die Schülerinnen und Schüler beobachten und feststellen können, dass ihnen diese Art des Arbeitens viel Freude bereitet.
Was mir wiederum besonders Freude bereitete, war die Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Freiheit und der offenen Arbeitsform sehr gut und kreativ umgegangen sind und somit mehr als „nur“ Fachwissen als Erfahrung aus diesem Tag mitnehmen konnten.
Aus dieser Beobachtung heraus freue ich mich schon auf das nächste Jahr, wenn es wieder rund geht mit dem Wasser.
Susanne Neeff, Fachlehrerin Biologie und Chemie
Beispiel: "Abwasser/Schmutzwasser"
Verschiedene Sedimentgesteine und Bodenproben
Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. In Deutschland immer und zu jeder Zeit Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben ist für uns selbstverständlich. Im Biologieteil des Projektes geht es unter anderem darum, welche zum Teil enorm aufwendigen Verfahren notwendig sind, um aus Abwasser und Schmuztwasser wieder Wasser in Trinkwasserqualität zu produzieren und wie diese Verfahren modellhaft im Schülerversuch nachgestellt werden können.
Auftrieb im Wasser
Die Schülerinnen und Schüler waren in ihrer Kreativität gefordert und durften nach Lust und Laune experimentieren und ausprobieren. So wurde beispielsweise die Wirkung so verschiedener Filtermaterialien wie Watte, Sand, Stroh oder Aktivkohle getestet und verglichen. Mikroskopische Untersuchungen verschiedener Gewässerproben und photometrische Untersuchungen in Eigenregie rundeten das Versuchsangebot für die Siebtklässler ab.
Am Ende des Tages sind die Schüler mit zwei wichtigen Erkenntnissen nach Hause gegangen:
Zum einen konnten sie feststellen, dass sie Versuche eigenständig planen, durchführen und auswerten können und zum anderen ist der Wert unseres Wassers allen deutlich geworden!