Besuch der 10c im Max-Leven-Zentrum
Ein Einblick in die düstere Solinger Vergangenheit zur Zeit des Nationalsozialismus – so bleibt den Schüler*innen das Max-Leven-Zentrum nach ihrem Besuch unter der Leitung von Frau Mandt in Erinnerung.
Erste Eindrücke: Räume der „Bergischen Arbeiterstimme“
Zunächst ist uns die Gestaltung der Räumlichkeiten der früheren Zeitung Bergische Arbeiterstimme besonders positiv aufgefallen. Anschließend haben wir von Herrn Schulte, Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Solinger Stadtarchivs, einen ausführlichen Einblick in die Zeit der frühen 1930er Jahre und des Zweiten Weltkriegs erhalten.
Dabei wurden sowohl allgemeine historische Zusammenhänge als auch die regionale Perspektive auf Solingen beleuchtet. Selbstverständlich erfuhren wir auch viel über die Geschichte des Hauses selbst sowie über Max Leven, den Namensgeber der Bildungs- und Gedenkstätte, dessen Lebensgeschichte und Tod in der Pogromnacht ein eindringliches Bild der Solinger Geschichte vermitteln.
Historischer Kontext und lokale Perspektiven
Neben den historischen Fakten erhielten wir zahlreiche Informationen über die politische Situation dieser Zeit, etwa zur Weltwirtschaftskrise, die auch Solingen stark traf, zur Verfolgung von Juden, Sinti und Roma sowie von Menschen mit Einschränkungen, deren Existenz das NS-Regime gezielt auslöschen wollte – sei es durch Folter, häufig aber auch durch gezielte Tötungen, beispielsweise in Gaskammern.
Lernen an Biografien: Gesichter und Geschichten
Besonders positiv fiel uns Schüler*innen auf, dass kleine Tafeln mit Informationen und Bildern einzelner Opfer oder Persönlichkeiten aus dieser Zeit herumgereicht wurden, unter anderem zu Alexander Coppel. Auf diese Weise konnten wir sehr anschaulich lernen, dass manche dieser Menschen dem Widerstand beigetreten sind und deshalb besonders verfolgt wurden.
Interaktive Angebote vor Ort
Nach der Fülle an Informationen hatten wir noch Gelegenheit, die Räumlichkeiten genauer zu erkunden. Dort wurden auf unterschiedliche, interaktive Weise weiterführende Lernmöglichkeiten angeboten: Wir konnten kurze Dokumentationen aus der damaligen Zeit anschauen, eine alte Schreibmaschine ausprobieren – was bei vielen großen Anklang fand – und uns Säulen zu wichtigen Persönlichkeiten wie Max Leven oder Änne Wagner ansehen, die interessant gestaltet waren.
Fazit: Ein lohnenswerter Ausflug
Insgesamt war es ein lohnenswerter Ausflug, mit dem wir unser Thema aus dem Geschichtsunterricht sehr gut abschließen konnten!
Text: Emilia Schäfer/ Foto: Stephanie Mandt
